Ab 01.01.2014 gibt es neben der Basisrente (Rüruprente) auch eine steuerlich geförderte Berufsunfähigkeitsrente. Um die gleichen steuerlichen Vorteile zu nutzen, muss allerdings die BU-Leistung lebenslang versichert sein. Dieser Umstand wird zu einer drastischen Erhöhung der Beiträge im Vergleich zu einer BU-Rente bis maximal 67 führen. Außerdem stellt sich die Frage wie sinnvoll eine lebenslange BU ist:

Ein Berufstätiger möchte z.B. einmal eine gute Rente haben und möchte sich außerdem gegen Berufsunfähigkeit absichern. Tut er dies mit der lebenslangen geförderten BU, dann kann Folgendes eintreten.

BU ist bis 67 NICHT eingetreten:
Ab 67 bekommt er planmäßig seine Rentenvorsorge, BU ist er nicht geworden und erhält daher keine BU Rente, hat aber einen höheren Beitrag als für eine BU bis 67 bezahlt.

BU ist bis 67 eingetreten:
Ab 67 bekommt er planmäßig seine Rentenvorsorge und er erhält außerdem seit BU Eintritt die BU-Rente lebenslang. Er hat also im Vergleich zu einem Gesunden ein deutlich besseres Einkommen.

Verwechselt der Staat hier etwa eine BU Leistung mit der Pflege-Vorsorge? Der Umstand, dass jemand Berufsunfähig ist – also seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, heißt nicht unbedingt, dass dieser besondere Einschränkungen oder höhere Kosten im Rentnerdasein zu erwarten hat.

Viel wichtiger wäre daher eine BU, die tatsächlich den Einkommensverlust eines Werktätigen absichert, eine private Vorsorge für den Ruhestand und eine Pflegeversicherung, die die höheren Kosten einer Pflege lebenslang absichert.