Grundfähigkeitstarife können für diverse Berufsbilder aus dem Bereich der „geistigen Tätigkeiten“, „sozialen Tätigkeiten“ oder „körperlichen Tätigkeiten“ die passende und vor allem günstigere Lösung sein, wenn es um die Absicherung existentieller Risiken geht.

Bei der Wahl der Grundfähigkeitsversicherung ist daher die Definition der Leistungsauslöser in den Bedingungen ein wesentlicher Faktor für eine zufriedenstellende Absicherung der Grundfähigkeiten. Da die Frage „wann gilt eine Grundfähigkeit wirklich als verloren“, in den Tarifen doch sehr unterschiedlich definiert sind, haben wir im Rahmen des Biometrie-Updates 2020-07 diese Punkte eingehend analysiert und einer festen, vergleichbaren Größe zugeordnet.

So wird beispielsweise das Kriterium der Grundfähigkeit „Heben und Tragen“ nur als erfüllt angesehen, wenn in den Versicherungsbedingungen definiert ist, dass ein Gegenstand von maximal zwei Kilogramm nicht mehr von einem Tisch gehoben und maximal fünf Meter weiter getragen werden kann. Höhere Gewichte oder längere Strecken werden in diesem Fall nachteilig bewertet.

Besonders in Zeiten, in denen Alternativprodukte zur Berufsunfähigkeitsversicherung immer wichtiger werden, gilt es, Verbrauchern diese wesentlichen Bestandteile eines Produkts umfassend zu erläutern. Wir unterstützen den Vermittler dabei, indem wir die Leistungsunterschiede der einzelnen Tarife im ASCORE Navigator transparent und leicht vergleichbar machen.

Potential nach oben besteht bei einigen Grundfähigkeitskriterien allerdings marktweit: Leistungsauslöser wie „Sehen“ und „Hören“ leisten bei allen Tarifen erst bei sehr starken Einschränkungen. So liegt die Grenze bei der Grundfähigkeit des Sehens bei einem Restsehvermögen von lediglich 5 %. Bei diesen sogenannten „weichen“ Grundfähigkeiten hoffen wir im Sinne der Kunden noch auf deutliche Verbesserungen am Markt.