Eine gute Pflege in einer attraktiven Pflegeeinrichtung wünscht sich jeder für den Fall der Fälle. Die letzte Pflegereform hat viele Verbesserungen in der gesetzlichen Pflege gebracht, doch Verbesserungen haben ihren Preis. Dass in diesem Zuge auch die Eigenanteile ansteigen würden, war vorprogrammiert – und sie werden regelmäßig weiter steigen.

Alleine von 2020 auf 2021 betrug die Preissteigerung bei Pflegeheimen 7,9 Prozent – von 1.927,51 Euro im Jahr 2020 auf durchschnittlich 2.128,59 Euro im Jahr 2021. Steigerungen, die aus der eigenen Tasche zu zahlen sind oder besser – durch eine private Pflegeversicherung abgedeckt sind. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt sich um das Thema Pflegevorsorge zu kümmern?

Wie bei allen Versicherungen in der Gesundheits- und Altersvorsorge, gilt auch bei der Pflegeversicherung: Je früher desto besser. Das hat zweierlei Vorteile: Man verfügt meist noch über einen hervorragenden Gesundheitszustand, sodass der Abschluss einfach und ohne Hürden ist. Das zweite Argument ist der Beitrag. Dieser ist bei frühzeitigem Abschluss geringer und bedeutet keine große Belastung. So erhält ein 30-jähriger einen Pflegetagegeldtarif bei einer Staffelung von 10, 20, 30, 50, 70 EUR Tagessatz in den Pflegegraden 1 bis 5 – also monatlich 2.100 EUR Leistung in Pflegegrad 5 – bereits ab 30 Euro monatlich (Quelle: softfair GmbH). Teilweise werden für jüngere Personen auch Pflegetarife ohne Alterungsrückstellung angeboten, die dann in den ersten Jahren bereits ab mtl. sechs Euro zu haben sind, dann aber nach der stufenweisen Umstellung auf Tarife, die das Älterwerden berücksichtigen. Nach Umstellung liegt dieser Beitrag etwas höher als einer, der von Beginn an die Ansparung für das Alter berücksichtigt.

Aber niemand sollte sich davon abhalten zu lassen, auch mit „Ü50“ eine Pflegeversicherung abzuschließen. Denn die Wahrscheinlichkeit Pflegefall zu werden, steigt erst mit dem Alter 65 merkbar an, ab 80 dann noch deutlicher. Bei gleicher Staffelung beträgt der Beitrag für einen 50-jährigen beim günstigsten Anbieter 65 Euro monatlich – ist also auch gut finanzierbar

Eine Übersicht über das Angebot und die Leistungsunterschiede von Pflegetarifen finden unsere Anwender in unserer >>Analysesoftware ASCORE Navigator.

 
Die Entwicklung der Gesamtkosten in Pflegeheimen (Stand 7/21)